Über mich


Alexander Steif

"Schmerzen haben ihre Ursache selten dort, wo man diese vermutet!"


Ich habe Physiotherapie an der FH Campus Wien studiert und mit Bachelor of Science (BSc) abgeschlossen. Danach nahm ich eine Stelle im Rehabilitationszentrum Waldsanatorium in Perchtoldsdorf an. Dort arbeitete ich zunächst Vollzeit und reduzierte anschließend die Stunden, um mich gleichzeitig in Neulengbach (Niederösterreich) selbstständig zu machen. Im März 2017 absolvierte ich erfolgreich die Ausbildung „Schmerztherapie nach Liebscher&Bracht“ bei Roland Liebscher-Bracht und fing im September 2017 die Fortbildung zum NCMT-Practitioner bei Johannes Randolf in Linz an. Seit Juli 2017 lebe ich mit meiner Familie in Ebensee und habe in Rindbach meine Praxis Schmerzwerkstatt eröffnet.

In meinem Studium zum Physiotherapeuten wurde mir schnell klar, dass der menschliche Körper einer strikten Logik unterliegt und nichts „einfach so“ passiert. Deswegen versuchte ich von Anfang an, der physiologischen Logik des menschlichen Körpers zu folgen, um die gesundheitlichen Probleme meiner Patientinnen und Patienten zu verstehen. Schnell merkte ich, dass das, was ich als Physiotherapeut gelernt hatte, nicht für alle Menschen zu gelten schien. Eine Erfahrung in meinem ersten Berufsjahr änderte meine Sicht- und Arbeitsweise als Physiotherapeut radikal.

Wenn du interessiert bist, teile ich hier diese Erfahrung mit dir.

Eines Tages behandelte ich im Rehabilitationszentrum, in dem ich angestellt war, eine 92 jährige Dame. Diese hatte leichte Rückenschmerzen als Grund ihres Reha Aufenthaltes angegeben und so fing ich mit einer behutsamen Behandlung des Rückens an. Die Dame war zierlich und deshalb sehr empfindlich auf manuelle Reize. Nach der ersten Intervention ließ ich sie von der Liege aufstehen, um sie die Problemstelle unter Gewichtsbelastung spüren und den Erfolg der Therapie einzuordnen zu lassen. Als sich die Dame von der Liege erhob, hörte ich ein deutliches Quietschen und erschrak im ersten Moment. Ich konnte dieses Geräusch nicht sofort zuordnen und sah sie fragend an. Sie lächelte nur und meinte: „Vü bessa!“ Als ich sie nach dem quietschenden Geräusch fragte, lachte sie und sagte: „Jo, des sand meine Knie. I bin hoid a nimmer de Jüngste!“ Erstaunt über ihre Reaktion fragte ich nach und sie versicherte mir, dass sie weder jemals an den Knien operiert wurde, noch irgendwelche Schmerzen in den Knien hätte. Als einzigen Schmerz in ihrem Körper gab sie wiederholt den Rücken an, der ihr ab und zu „zwickte“. Nach einigen Kniebeugen, die ich die Frau machen ließ, stand für mich fest: Die Gelenksknorpel beider Knie waren schlichtweg nicht mehr vorhanden, sodass bei jeder Bewegung in den Knien Knochen auf Knochen scheuerte und das quietschende Geräusch verursachte.
Sofort schossen mir unzählige Kniegelenksdiagnosen durch den Kopf, die meines bisherigen Wissens und meiner Erfahrung nach alle mit Schmerzen verbunden waren und die schlimmsten Schmerzen – so versicherten es mir die Menschen, die ich behandelt hatte – waren diejenigen, bei denen der Knorpel abgenutzt war. Wie konnte aber diese Dame, die schon bei leichten manuellen Techniken am Rücken schmerzhafte Reaktionen zeigte, keine Schmerzen in den Knien haben?

Nach reichlichen Überlegungen und vielen weiteren Behandlungen, in denen ich meine Erkenntnisse stets überprüfte, kam ich zu dem Schluss:

Es ist nicht der Knorpel, nicht das Kreuzband, nicht das Innen- oder Außenband und auch nicht der Meniskus – kurz gesagt: Es sind nicht die passiven Strukturen, die Schmerzen verursachen, sondern die aktiven!

Bis heute beweise ich mir immer wieder aufs Neue, dass diese Aussage stimmt. Die besten Beweise liefert mir dabei mein eigener Körper. Im Februar 2016 hatte ich beispielsweise einen Teilriss des rechten Innenmeniskus beim Sport erlitten. Mit den richtigen Übungen war ich nach einer Woche zur Gänze schmerzfrei, obwohl der Meniskus nach wie vor gerissen war.


Einer der wichtigsten Gründe für mich, eine eigenständige Praxis zu führen, ist der Zeitfaktor. Qualitativ hochwertig arbeiten kann ich nur, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist, um die Patientin oder den Patienten in seiner Gesamtheit kennen zu lernen und auf sie bzw. ihn einzugehen. Deshalb biete ich ausschließlich Therapieeinheiten zu jeweils 60 Minuten an.

Ich arbeite ausschließlich als Wahltherapeut. Wenn du also bei deiner Krankenkasse eine Rückerstattung einfordern willst, brauchst du dazu eine Verordnung vom Hausarzt. Im besten Fall stehen auf der Verordnung Therapieeinheiten zu je 60 Minuten.

Wenn du zu mir kommst, brauchst du nichts, außer deinen maximalen Schmerz mitzunehmen. Das ist wichtig, um mir ein genaues Bild über dich zu machen. Wenn du nämlich kurz vorher zum Beispiel eine Schmerztablette einnimmst und aufgrund dessen weniger, oder sogar gar keine Schmerzen spürst, fällt es mir schwerer zu beurteilen, welche Strukturen bei dir betroffen sind. Außerdem kannst du nach einer Intervention schwerer beurteilen, ob der Schmerz nun leichter geworden ist oder nicht.